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Teil 6: Das langersehnte Ziel - Der Halbmarathon

Eine Motivationsstory

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Die letzten Vorbereitungen

Der lange Trainingslauf über 17,5 km lag hinter uns und mir ging es gut danach. Was wollte ich mehr. Ich war über glücklich und freute mich nun noch einmal mehr auf den Halbmarathon am 13. Oktober und den für mich bedeutendsten Tag seit langen in meinem Leben. Endlich lag ein Ziel vor mir, was auch viele gesunde Menschen hatten. Ich war endlich eine von vielen, die einfach laufen. Aber mit der Freude stieg auch die Nervosität und ich hatte, wenn ich ehrlich bin, ganz schön bammel, ob mein Bauch die Versorgung und mein ganzer Körper die 21 km schafften. Doch die Freude, die Begeisterung und das Lauf-Fieber waren stärker und ich zählte die wenigen Tage bis zum Start. Und die gingen rasend schnell um.

Noch drei lockere Laufeinheiten standen auf dem Trainingsplan in Kombination mit einem leichten Dehnungsprogramm und Spaziergänge mit meiner Hündin. Irgendwie entspannen, abschalten mit der Fokussierung auf DEN Sonntag. Und auch das Wetter sollte laut Vorhersage optimal sein, leicht bewölkt, etwas Sonne und kein Regen.

 

Der Halbmarathon - Unser Ziel zum Greifen nah

Und das war er da, der 13. Oktober 2019. Leider mit einem sehr frühen Wecker, aber das alles war egal. Vor mir lag mein Lauf ins Leben. Der Tag auf den ich so lange hingearbeitet und hart trainiert habe. Dieser Tag hatte mir nach der schweren Operation Kraft gegeben, nicht aufzugeben und Mut gemacht.

Ein lieber Freund holte mich ab und nach einer knappen Stunde fuhren wir ins Lanxess Parkhaus. Dort trafen Philipp und ich uns und gingen zum Start. Offizieller Beginn war um 08:30 Uhr. Unser Ziel war nicht eine möglichst schnelle Zeit, sondern ohne Pause über die Ziellinie zu laufen. Deshalb hatten wir uns im letzten Startbereich angemeldet. Die Aufregung stieg, ich zitterte und war total nervös. Und endlich, gegen 09:00 Uhr liefen auch wir über die Startlinie oder besser gesagt, wir gingen.

Es waren so viele Menschen, die in diesem Block starteten, so dass wir die ersten 2-3 km mehr oder weniger spazieren gingen. Was den einen Vorteil hatte, dass wir langsam starteten und nicht schon am Anfang vor Aufregung und Endorphinen viel zu schnell waren. Und dann liefen wir.

Die ersten 3 km waren hinter uns und vor uns lagen noch 18 km. Es klappte sehr gut. Ich wollte schneller laufen, aber Philipp achtete auf mich, dass wir gerade am Anfang nicht zu schnell unterwegs waren.

Den ersten Durchhänger emotional hatte ich so bei 9 km. Ich hatte plötzlich Angst, dass unterwegs irgendetwas mit dem Bauch sein könnte. Philipp beruhigte mich. Warum sollte heute etwas passieren? Sonst war doch auch alles gut gewesen. Und wir liefen weiter. Bei Kilometer 17 fingen die Beine langsam an weh zu tun und die Emotionen spielten verrückt. Ich meinte zu Philipp, er möchte mich mit irgendetwas motivieren und mir irgendetwas erzählen. Und das tat er. Er führte mir vor Augen, was ich tolles und einzigartiges in den letzten vier Monaten geleistet habe und wie stolz ich auf mich sein könnte. Und das wirkte Wunder.

In absoluter Bestzeit liefen wir die letzten vier Kilometer und da war es. DAS ZIEL. Hand in Hand liefen wir über die Ziellinie und ich hatte Tränen vor Freude in den Augen. Ich hatte es geschafft! Wir hatten es geschafft, denn ohne diese tolle physische und psychische Betreuung von Philipp wäre das so nicht möglich gewesen. In 02:20 Stunden sind wir über die Ziellinie des Kölner Halbmarathon gelaufen. Für mich der Lauf in ein neues Leben.

In Teil 7 erzählen Philipp und ich gemeinsam über die Tage nach dem Lauf und über unseren Film, den wir mit Daniel (unserem Fotografen) während der Trainingszeit gedreht haben.