Beweg Dich!

Wie unsere Gedanken unseren Erfolg beeinflussen

Sebastian hat im letzten Blogbeitrag Den Schweinehund besiegen etwas beschrieben, was vielen von uns schon passiert ist. Das Primärziel wurde erreicht und die Motivation sinkt.

Statt jetzt so weiterzumachen, dass wir den Status Quo halten können oder uns weiter verbessern, verfallen viele in alte Muster zurück. Die Konsequenz daraus kann sich jeder denken: Wir vernichten unsere hart erarbeiteten Erfolge in kurzer Zeit und müssen dann wieder von vorne anfangen. Ein typisches Phänomen, das ich immer wieder beobachten kann. Dabei können wir mit einfachen Tricks unsere Gedanken auf Erfolg umpolen. Wie das funktioniert, erläutere ich in diesem Beitrag.


Von erfolgreichen Menschen lernen
Haben Sie sich schon mal gefragt, warum es Menschen gibt, die oft scheitern aber trotzdem erfolgreich sind? Die nicht aufgeben, bis Sie das erreichen, was sie wollen. Den meisten Menschen gelingt dieses Kunststück nicht. Es liegt an deren Art zu denken und an der Weise, wie sie aus Misserfolgen lernen. Ein berühmtes Zitat von Michael Jordan, dem bisher größten Basketball aller Zeiten, trifft es auf den Punkt: „Ich habe in meiner Karriere mehr als 9000 Würfe verfehlt. Ich habe beinahe 300 Spiele verloren. 26-mal wurde mir der Buzzerbeater anvertraut und ich habe nicht getroffen. Ich bin immer und immer wieder in meinem Leben gescheitert. Und das ist der Grund, warum ich gewinne.“ Besser kann man es nicht ausdrücken.
Michael Jordan hat das verkörpert, was ich mir zum Lebensmotto gemacht habe: Wenn du drei Mal hinfällst, musst du vier Mal wieder aufstehen! Ich versuche von erfolgreichen Menschen zu lernen, ich versuche ihre Gedanken zu verstehen und warum sie so denken. Denn wenn man sich näher mit solchen Persönlichkeiten beschäftigt, fällt eines immer wieder auf: Sie teilen die gleichen Glaubenssätze! Also habe ich angefangen mir die Glaubenssätze erfolgreicher Menschen anzueignen. Das hat mich in den letzten beiden Jahren meiner Selbstständigkeit weit nach vorne gebracht. Und das ist auch zeitgleich schon mein erster Rat, wenn es um Erfolg und Motivation geht: Lernen Sie so zu denken, wie ein erfolgreicher Mensch und Sie werden höchstwahrscheinlich auch Erfolg haben.
So einfach wie es jetzt klingt, ist es nicht ganz. Denn es braucht Zeit und Übung, um bestimmte Gedankenstrukturen zu verinnerlichen. Nur wer ständig in bestimmten Situationen seine Gedanken neu strukturiert, wird irgendwann genau so denken können, wie die erfolgreichsten Menschen. Schauen Sie sich Videos zu den Themen Motivation, Erfolg etc. an, zum Beispiel auf Youtube. Folgen Sie auf Twitter oder Instagram großen Persönlichkeiten. Bestellen Sie sich Bücher von den erfolgreichsten Motivationstrainern, Verkaufstrainern etc. und verinnerlichen Sie sich deren Glaubenssätze. Fangen Sie an zu denken, wie die es tun.
Die positive Grundeinstellung – Das halb volle Glas
Um erfolgreich zu werden brauchen wir eine positive Grundeinstellung. Eine mögliche und leicht nachzumachende Technik ist das Umdenken vom Negativen ins Positive. Damit ist nicht gemeint alles Negative auszublenden. Sie sollen sich lediglich auf andere Aspekte konzentrieren. Es erfordert ein wenig Übung bis der gewünschte Effekt spürbar wird, aber es lohnt sich. Denn wenn wir anfangen die Sichtweise auf bestimmte Dinge zu verändern, werden sich irgendwann die Dinge selbst verändern.
Sie kennen bestimmt das Beispiel vom halb vollen oder halb leeren Glas. Pessimisten würden sagen, das Glas ist halb leer. Der Optimist sagt, das Glas ist halb voll. Zwei unterschiedliche Denkweisen, die aber ein und dieselbe Tatsache schildern. Denn in dem Glas ist immer gleich viel Wasser, egal wie wir es sehen.
Wo die eine Person ein Problem sieht, steht die andere Person vor einer Aufgabe, die es zu lösen gilt. Für manche ist Misserfolg gleichzusetzen mit scheitern, für andere ist es nur ein anderer Weg, der nicht funktioniert hat. Sie sehen also, dass unsere Gedanken die Sichtweise bestimmt, wie wir unsere Erfahrungen bewerten. Der Geist besitzt die Macht unser Verhalten zu ändern.
Bleiben Sie dran!
Für viele Menschen ist Misserfolg ein Grund zum aufgeben. Hätte Michael Jordan, nachdem er mehrmals den entscheidenden Wurf verfehlte, gesagt, “ Ich kann diese Würfe nicht treffen“, hätte er niemals 6 Titel in der NBA geholt. Stattdessen hat er nach einem Weg gesucht effektiver zu werfen. Wenn wir zu uns sagen, „das geht nicht“ oder „ich kann nicht“, geben wir innerlich eigentlich auf. Richtig wäre zu sagen, „wie kann es gehen“ oder „wie kann ich“. Bereits diese kleinen Veränderungen in unserem Denken veranlasst unser Gehirn nach Lösungen zu suchen. Ein weiteres Zitat von Michael Jordan verdeutlicht das sehr gut: „Wenn du gegen eine Wand rennst, dreh dich nicht um und renne weg. Überlege dir einen Weg wie du darüber klettern, hindurchgehen oder um sie herum gehen kannst.“
Schreiben Sie sich bei ihrem nächsten Misserfolg auf, was schief lief und was Sie daraus lernen können. Dann formulieren Sie eine Strategie, was Sie jetzt ändern können. Und fragen Sie ruhig andere Personen um Rat, wenn Sie selber nicht weiterkommen. Die Macht dieser Übung liegt im Aufschreiben. Denn was wir aufschreiben, ist fester in unserem Gehirn verankert, als nur darüber nachzudenken.

Zwei kleine Übungen
Nehmen Sie sich diese drei Sätze vor und formulieren Sie sie ins Positive um:
Ich habe keine Ahnung, wie das gehen soll.
Die letzten 5 Male habe ich den Korb nicht getroffen, also werde ich jetzt auch nicht treffen.
Ich bin schon so lange arbeitslos, ich finde nie wieder einen Job.
Sie können diese Übungen mit beliebig vielen anderen Sätze fortführen. Versetzen Sie sich in bekannte Situationen, die Ihnen negativ im Gedächtnis geblieben sind und schreiben Sie diese ins Positive um. Wenn Sie das öfters wiederholen, werden Sie merken, dass sie bald nicht mehr vor Problemen stehen, sondern vor Herausforderungen.
Die nächste Übung ist der Gedanken-Stopp, eine Methode aus der Verhaltenstherapie, um belastende Gedanken zu unterbrechen. Jedes Mal, wenn Sie einen negativen Gedanken bei sich bemerken, stoppen Sie ihn, indem Sie sich ein rotes Stoppschild in Gedanken ausmalen und Stopp sagen. Diese Technik erfordert Übung, wirkt sich mit der Zeit aber immer besser aus. Damit die negativen Gedanken nicht sofort zurückkehren, müssen wir uns etwas anderem zuwenden. Wenn ich in mir eine positive Stimmung hervorrufen möchte, höre ich meine Lieblingslieder. Manchen hilft es sich in Gedanken an ihren Lieblingsort zu versetzen. Jeder kann hier eine andere Methode finden, sie muss nur die alten negativen Gedanken vertreiben.
Ziele aufschreiben und eine Strategie entwickeln
Ich kann es nur immer wieder betonen: Wer seine Ziele nicht konkret aufschreibt und sich keine Strategie entwickelt, der senkt die Wahrscheinlichkeit erfolgreich zu sein enorm. Ich hatte hier bereits die S.M.A.R.T.-Methode vorgestellt. Sie ist ein einfaches Werkzeug um sein Vorhaben zu konkretisieren. Danach formulieren Sie ihr Ziel in eine Frage um. Was kann ich tun, damit ich am Tag x, 20 Kg abgenommen habe? Notieren Sie sich so viele Antworten wie möglich, mindestens 20, die Ihnen spontan einfallen. Lesen Sie die Frage immer wieder durch, bis Ihnen genug Antworten einfallen. Lassen Sie ihrem Unterbewusstsein freien Lauf. Nehmen Sie die ihrer Meinung nach 5 besten Antworten und schreiben Sie sie nochmals gesondert auf. Welche davon können Sie sofort umsetzen? Formulieren Sie wieder eine Wie- oder Was-Frage daraus und notieren sich wieder 20 Antworten. Die Top 5 heraussuchen und umsetzen. Jetzt haben Sie den Anfang ihrer Strategie entwickelt. Diese Methode nennt sich Power Storming. Notieren Sie sich noch weitere folgende Fragestellung:
Wie viel Zeit pro Tag/Woche/Monat möchte ich investieren?
Wie visualisiere ich mir täglich meine Ziele?
Wen kenne ich, der bereits dieses Ziel erreicht hat?
Das wichtigste ist jetzt ins Tun zu kommen. Unterteilen Sie ihr Ziel in Meilensteine, also kleinere Ziele auf dem Weg zum großen. Das erhält die Motivation aufrecht, weil zwischenzeitliche Erfolge sichtbar werden. Nur so werden Sie ihre Ideen auch umsetzen können! Und sollte es nicht funktionieren, verändern Sie die Strategie, nicht das Ziel. Einzige Ausnahme: Das Ziel ist völlig unrealistisch und unerreichbar.

Einen Mentor suchen
So gut wie jeder erfolgreiche Mensch hatte einen Mentor. Eine Person, die ihm gezeigt hat, wie er selbst so erfolgreich werden konnte. Das kann aus dem Bekannten- oder Familienkreis sein oder eine ganz andere Person, die man über den Job oder auf Veranstaltungen kennengelernt hat. Das Wichtige ist, dass ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen beiden Parteien herrscht. Der Mentor fungiert als Vertrauensperson, als Vorbild, ist zeitgleich aber auch Coach und Ratgeber. Er zeigt einem die Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, um Erfolg zu haben.
Dennoch sollte man sich ein paar Fragen stellen, um den richtigen Mentor zu finden:
Was macht für mich dieser Mentor aus?
Wer eignet sich am besten für mein Vorhaben?
Wie viel Zeit will ich mit meinem Mentor verbringen?
Wenn Sie diese Punkte für sich abgehakt haben, ist ein Mentoringprogramm eine hervorragende Sache.
Und zum Abschluss gibt es noch ein Zitat von Bruce Lee, damit Sie ab sofort motiviert und erfolgreich ihr nächstes Ziel angehen:„Die Zweifler sagen, der Mensch kann nicht fliegen‘, die Macher sagen, ‚vielleicht, aber wir werden es versuchen‘, und stiegen schließlich in die Luft während die, die nicht daran glaubten von unten zusahen“.

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